If you need us – 0152 10108982

Selbstverständlich haben auch wir vom Awareness Netzwerk uns die vergangenen Wochen mit den sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen im Zusammenhang mit COVID-19 auseinandergesetzt.

Vorweg lässt erst einmal festhalten, dass wir zutiefst beeindruckt sind von Hilfsbereitschaft, Solidarität und Aufmerksamkeit, die überall zu erleben ist.

Das Internet, soziale Netzwerke und die jeweilige Nachbar*innenschaft sind zu zu einem Netz aus Hilfe, Unterstützung und Achtsamkeit geworden. Überall wird für andere eingekauft, Hunde ausgeführt oder aber auch einfach mal nur angerufen um zu hören, ob alles in Ordnung ist.

Was bleibt da anderes, als ein großes WOW gefolgt von „Bitte weiter so“.

Neben der ganzen praktischen Unterstützung haben wir vom ANB uns überlegt, euch bei Bedarf noch ein wenig emotionale Hilfe anzubieten. Viele sind in Quarantäne, bleiben, weil sie zur Risikogruppe gehören, lieber zuhause oder halten sich aus Rücksicht und Eigenschutz vermehrt in den eigenen vier Wänden auf. Allerdings leben nicht alle von uns in einer WG oder einem anderen sozialen System zusammen. Viele sind alleine und manche wissen vielleicht nur schwer damit umzugehen.

Deswegen hier unser Angebot:

  • Wer sich alleine fühlt und sich gern unterhalten möchte,
  • Wer Inspiration für Aktivitäten in den eigenen vier Wänden sucht,
  • Wer unter leichten depressiven Verstimmungen leidet,
  • Wer sich isoliert fühlt,
  • Oder wer einfach das Gefühl von „Gesellschaft“ sucht,

darf sich gerne täglich zwischen 11 und 18 Uhr unter 015210108982 bei uns melden. Gemeinsam schauen wir, was ihr braucht und wie wir euch helfen können. Auch für uns ist dies eine neue herausfordernde Situation und wir werden bestimmt nicht alle Antworten auf Fragen parat haben, aber wir möchten an dieser Aufgabe wachsen. Vor allem aber möchten wir euch nicht alleine lassen.

Bitte denkt daran, wir sind keine Psycholog*innen oder Therapeut*innen. Bei schweren Anliegen wendet euch bitte an einen Arzt oder Ärztin. Wenn ihr Unterstützung bei der Suche nach einem geeignetem Hilfesystem braucht, unterstützen wir euch allerdings gern.

Wir bitten von unseriösen Anrufen abzusehen und behalten uns vor, jederzeit das Telefonat zu beenden

In diesem Sinne passt gut auf euch auf und hoffentlich dann bis bald wieder zur regulären Sprechstunde in der Alten VHS.

❤︎

 

 

Einführung in die Restorative Justice

Donnerstag 19.03.2020, 19 Uhr „Alte VHS“

Vortrag und Diskussion mit Rehzi Malzahn

«Restorative Justice» (RJ) – ein Begriff, der nur schwer ins Deutsche übersetzbar ist – bezeichnet Verfahrensweisen für einen Umgang mit schmerzhaften Konflikten und Unrecht, der auf Strafe verzichtet und keiner höheren Instanzen («Staat») bedarf, sondern «den Konflikt den Menschen als ihr Eigentum zurückgibt» (Nils Christie).

Wichtige Eckpunkte der RJ sind der gleichberechtigte Dialogprozess zwischen allen Konfliktbeteiligten, die Übernahme von Verantwortung für die Handlungen der Vergangenheit und für den Prozess der Konfliktklärung, das gegenseitige Zuhören und Verstehen, die Wiedergutmachung (oder eine Annäherung daran) sowie die Wahrung der Autonomie und der Respekt vor der Integrität aller. Es scheint für viele vielleicht zunächst unvorstellbar, dass sich Geschädigte, Beschuldigte und weitere Betroffene an einen Tisch setzen, um über zum Teil äußerst schmerzhaftes Geschehenes zu sprechen und dann eine gemeinsame Lösung auszuhandeln. Es ist aber, wenn es gelingt, ein für alle ermächtigender und heilsamer Prozess.
In antikolonialen Befreiungskämpfen, indigenen Kulturen und marginalisierten Communities finden sich eine Menge solcher Verfahren der »Unrechtsbewältigung« oder »Gerechtigkeitsfindung«. RJ hat hier ihre Wurzeln. Mittlerweile werden sie auch in weißen Mehrheitsgesellschaften diskutiert. Dass RJ Praktiken nach wie vor nur marginal angewandt werden, liegt auch daran, dass sie außerhalb der Fachkreise unbekannt sind und es keine gesellschaftliche Bewegung gibt, die sie praktiziert und einfordert. Das gilt es zu ändern.  

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An diesem Abend wird Rehzi Malzahn versuchen
, die verschiedenen Aspekte und Methoden der Restorative Justice zu erklären. Es soll Menschen Lust darauf machen, ihre Angst vor dem Austragen – auch schmerzhafter – Konflikte abzulegen und Vorstellungen von Schuld und Strafe zu überwinden.

Wir sind gespannt und freuen uns auf euch.

 

Öfter mal was Neues

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Unser kleines Netzwerk brummt ganz fröhlich vor sich hin. Immer wieder dürfen wir Menschen in unserer Sprechstunde zuhören und gemeinsam Perspektiven entwicklen. Auch der Brunch Anfang Februar hat uns gezeigt, dass das Interesse an unserer Arbeit groß ist.

Wo Strukturen wachsen, und sich Potenzial entfaltet hat man häufig das Glück Kontakt zu anderen Strukturen, Gruppen und/ oder Einzelpersonen zu knüpfen. So kam es, dass wir vor kurzem von der Neugründung der FAU Bonn erfahren haben. Worum es sich dabei genau handelt könnt ihr hier FAU Bonn erfahren.

Wir finden die Gruppe leistet verdammt wichtige Arbeit und im gemeinsamen Austausch haben wir die Idee entwickelt, eine unserer Sprechtage der Gruppe zur verfügung zu stellen. 

So wir ab März jeden 3. Donnerstag im Monat eine FAU Sprechstunde stattfinden.Bei diesen Sprechstunden haben Menschen ein offenes Ohr bei seelisch belastenden Situationen auf dem Arbeitsplatz und suchen (falls gewünscht) gemeinsam mit euch nach Lösungsmöglichkeiten. Hierbei steht das Awareness Netzwerk für verschiedene Bereiche, wie soziale Beratung oder Mediation, unterstützend zur verfügung. Darüber hinaus, kann das know how und die fachlichen Kompetenzen der FAU, im Bereich Rechtsgrundlagen und mögliche Formen des Arbeitskampfes, zur Verbesserung der gegebenen Umstände beitragen.

Wir hoffen, dass wir so wieder ein weiteres Angebot für euch und eure Bedürfnisse schaffen konnten. Im VHS Telegramm Channel werdet ihr in der Tagesankündigung immer noch einmal den Hinweis erhalten wann die FAU Sprechstunde stattfindet.

In diesem Sinne, take care and don’t forget to check this out : FAU Bonn Twitter.

 

Happy new year

 

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01.Februar 2020 ⎪ 10 Uhr ⎪ Alte VHS ⎪ Brunch

 

Das Awareness Netzwerk wünscht euch allen ein frohes neues Jahr. Ein Jahr voller Aufmerksamkeit, Abenteuer und Liebe. Ein Jahr nur für euch und das was ihr daraus machen wollt.

Um euch die Möglichkeit zu bieten uns besser kennenzulernen und sich darüber auszutauschen was das Awareness Netzwerk eigentlich so treibt möchten wir euch zu einem „Neujahrs- Brunch“ einladen.

Am 01. Februar 2020 ab 10 Uhr in der alten VHS. Es gibt Kaffee, Tee und vegetarische/ veganes Frühstück. Kommt vorbei, bringt all eure Fragen mit und lasst uns gemeinsam ein wenig schöne Zeit verbringen.

Bis dahin, take care, euer Awareness Netzwerk

2020_02 Brunch Flyer

Ferien

IMG_2753Wir machen Ferien! Doch bevor wir uns bis Ende August abmelden, hier noch ein kleiner Buch Tipp. Vielleicht fehlt der ein oder anderen ja noch eine Urlaubslektüre.

Mehr oder weniger durch Zufall bin ich über das Buch SLOW- Einfach Leben von Brooke McAlary gestolpert und ich muss sagen, dass mich ihre ehrliche Art über Slow Living und Achtsamkeit im Leben zu schreiben wirklich begeistert. Sie lässt den erhobenen Zeigefinger beiseite und berichtet sehr ehrlich davon wie sie ihr Leben und das ihrer Familie entschleunigt hat. Besonders Kapitel 4: „Aufmerksamkeit“ hat mich immer wieder an die Arbeit des Awareness Netzwerks erinnert und mir inspirierende Ideen mitgegeben, welche ich in in Zukunft einbauen möchte. Nicht nur in Bezug auf das Netzwerk sondern auch für mich privat.

„Achtsamkeit. Alle werfen mit diesem Modewort um sich und lobpreisen es als Allheilmittel gegen Hektik und Stress, schlechte Gesundheit und Aufschieberitis. Es gibt Apps und Konferenzen, spezielle Ausmalbücher, Besinnungstage und ständige Erinnerungen in den sozialen Medien, wie achtsam die anderen doch leben. (Was die Frage aufwirft: Wenn jemand am Strand meditiert, dabei aber kein Selfie macht, ist es dann trotzdem passiert?)“

– Brooke McAlary

TAKE CARE & VIEL SPASS

Alles in Bewegung

Wie manchen von euch vielleicht auffällt, hat sich unser Name geändert.

Was ist da los? Wir haben in den vergangen Monaten versucht ein Selbstverständnis zu verfassen um euch besser über unserer Arbeit zu informieren. Dabei haben wir festgestellt, dass es neben den alltäglichen „to do“- Listen ziemlich schwer ist sich regelmäßig zu treffen und die gemeinsame Arbeit ständig untereinander abzustimmen. „Self care“ oder aber auch „self awareness“ bleibt dabei auf der Strecke. Das sollte so nicht sein.

Deshalb hier ein neuer Versuch. Awareness Gruppe 2.0 sozusagen. Nur, dass wir jetzt keine feste Gruppe mehr sind sonder mehr ein Netzwerk von Menschen. Menschen die sich immer wieder lose zusammenfinden und für verschiedene Anfrage verschiedene Lösungen anbieten. Das Ganze allerdings unter einem Selbstverständnis.

Die kommenden Tage werden wir euch hier noch einmal detaillierter über unsere Arbeit informieren. Wir hoffen euch somit eine gute Übersicht über unsere Struktur zu geben und freuen uns jederzeit über Rückmeldungen.

Unsere Kontakt e-Mail bleibt zwecks Bekanntheit vorerst bestehen. Das bedeutet, dass ihr uns weiterhin über awareness.gruppe-bonn@riseup.net erreichen könnt.